Warum das für die einen funktioniert und die anderen nicht, das schauen wir uns heute an.

Bist Du ein Ruhe-Mensch oder ein Aktiv-Mensch?

Gehörst Du zu den Leuten, die stundenlang im Liegestuhl am Strand liegen können und einfach nichts tun außer aufs Meer schauen? Oder wird Dir da, wie mir, superschnell langweilig und Du musst irgendwie aktiv werden?

Wenn Du ein Buch liest oder einen Podcast zu einem interessanten Thema hörst, willst Du dann Deine neue Idee sofort in die Tat umsetzen, oder sagst Du einfach, ja, ist schön, aber ein andermal ist dafür auch noch Zeit?

Vielleicht kannst Du auch einfach abschalten, wenn Du ganz einfachen Tätigkeiten nachgehst, wie zum Beispiel stundenlange Gartenarbeit oder Puzzlen oder Basteln. Ich nicht. Nach ca. 30 min bis höchstens einer Stunde brauch ich was anderes, denn mir ist dann langweilig.

Die fünfte Mañana-Zone

Unser heutiges Thema ist die Aktivierbarkeit – die fünfte Zone in unserer Mañana-Kompetenz. Vielleicht kennst Du schon die anderen Zonen wie Rückzug, Geselligkeit, Wärme und Sport – jede davon zeigt uns, wie wir Energie tanken oder verlieren. Gerne die vorherigen Blogartikel lesen.

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Heute schauen wir auf die Aktivierbarkeit – sie bedeutet: Wir entspannen, indem wir aktiv werden – durch kleine, überschaubare Tätigkeiten, die nicht überfordern, sondern uns in einen ruhigen Flow bringen.

Niedrige Aktivierbarkeit heißt: Ruhe genügt – ohne den Impuls, aktiv werden zu müssen.

Warum Aktivierbarkeit zweischneidig sein kann

Der spannende Punkt ist: Diese kleinen Aktivitäten wirken nur dann entspannend, wenn sie zu uns passen. Dieselbe Tätigkeit kann beruhigen – oder total stressen. Und genau deshalb ist Aktivierbarkeit so schön zweischneidig. Was auf die eine Art der Ausführung passt, passt auf die andere nicht. Was meine ich damit?

Entspannung im Garten – oder eben nicht

Meine Zimmerpflanzen überleben mit Müh und Not. Wenigstens schaffe ich es, sie regelmäßig zu gießen – aber ich habe die einfachsten Pflanzen überhaupt. Mein grüner Daumen ist nicht grün 😌 und ein Garten wäre für mich purer Stress.

Trotzdem hatte ich vor zwei Jahren ein überraschend schönes Erlebnis. Ich besuchte meinen Vater in seinem Schrebergarten.
Wir haben zuerst Bohnen geerntet – die guten ins Töpfchen, die schlechten natürlich nicht ins Kröpfchen –, dann die Pflanzen rausgerissen und zum Schluss Unkraut gejätet.
Eigentlich hasste ich das als Kind, aber an diesem Tag saß ich einfach auf einem kleinen Hocker und habe vor mich hingejätet – zwei Stunden lang. Total stumpf, total meditativ. Danach war ich richtig entspannt.

Habe ich das seither wieder gemacht? Nein, natürlich nicht – weil ich es einfach nicht mag. 😉

Kochen – Meditation oder Stress?

Es gibt aber andere Hobbys, die ich total schön finde, wo ich so richtig in mich versinken kann. Und eines davon ist dieses entspannte Vor-mich-hin-Kochen – fast wie Meditation für mich. Kühlschrank auf, irgendwas rausziehen, schnippeln, würzen – und es wird immer gut. Da bin ich völlig entspannt.

Sobald ich aber ein neues, vielleicht sogar mega-kompliziertes Rezept nachkoche und ständig ins Buch schauen muss, kippt es in Stress. Genau darum geht’s bei der Aktivierbarkeit – es kommt auf die Art der Ausführung an.

Basteln – Flow oder Energieraub?

Für andere ist Basteln pure Entspannung. Meine Schwestern zum Beispiel: Die sitzen da, sind kreativ, geduldig, ganz bei sich – und gehen richtig im Flow auf.

Ich hingegen starte beim Basteln immer hochmotiviertnach 30 Minuten ist’s vorbei. Überall Schnipsel, Chaos, ich bin genervt und im Stress. Was für meine Schwestern der pure Flow ist, ist für mich purer Energieraub.

Bike-Schrauben – und die Sache mit dem Vertrauen

Noch ein Beispiel aus meiner Welt: 🚲🔧 Alleine am Bike rumschrauben? Ojeoje, eine Katastrophe. Ungeduld, die Angst, etwas falsch zu machen – purer Stress. Ich fange gar nicht erst an, lande in der Prokrastination und bin damit dauerhaft leicht gestresst, bis ich es endlich angehe.

Mit meinem Schrauberfreund dagegen funktioniert es wunderbar. Sein Know-how gibt mir Vertrauen, und plötzlich bin ich geduldig und voll dabei. Vertrauen entspannt – und ja, das gilt nicht nur fürs Schrauben.

Bild der allerersten Schraubersession
Unsere aller erste Schraubersession – Der Beginn einer sehr schönen Freundschaft.

Puzzeln – völliges Versinken für andere

Für manche ist Puzzeln die perfekte Entspannung. Die sitzen da und puzzeln und puzzeln – völlig versunken. Meine Mutter zum Beispiel liebt das. Sie macht richtig große, anspruchsvolle Puzzle. Für sie ist das die ideale Art abzuschalten.

💡🌱Was nehmen wir also mit?

Wenn Du einen hohen Wert an Aktivierbarkeit hast (so wie ich), dann suche Dir Tätigkeiten, die Dich entspannen, ohne Dein Gehirn zu überfordern. Genau dort entsteht dieser ruhige, leichte Flow.

Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du eher eine niedrige oder eine hohe Aktivierbarkeit?
Welche Tätigkeiten geben Dir wirklich Energie – und welche ziehen sie Dir eher ab?
Schau für Dich einmal hin: Wo liegst Du in Deiner eigenen Mañana-Zone?
Und welche Dinge hast Du vielleicht früher oft gemacht, die heute fast verschwunden sind – die aber Deinen Parasympathikus wunderbar aktivieren würden?

👉 Aussicht

Damit haben wir nun fünf der sieben Mañana-Zonen. Bist Du schon gespannt, was noch kommt? Dann bleibt dran. Und am leichtesten geht das, indem Du die Kaninchenpost abonnierst. Dann wirst Du automatisch informiert. Klingt super, oder? Na dann klick unten auf den Button.

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